Wertanalyse-Historie

Zur Wert­ana­lyse-His­torie: die Pro­blem­lö­sungs­me­thode wurde Ende der 40er Jahre in Ame­rika bei General Electric ent­wi­ckelt, und nach zirka zehn Jahren auch in Europa und Japan bekannt.

Bei der seit 1962 auch in Deutsch­land erfolg­reich ein­ge­setzten Wert­ana­lyse han­delt es sich um eine Methode zum sys­te­ma­ti­schen Unter­su­chen von Funk­tio­nen­struk­turen mit dem Ziel einer Wert­stei­ge­rung des unter­suchten Wert­ana­lyse-Objektes für den Her­steller, den Anwender und/​oder die All­ge­mein­heit.

Fokus und Vielfalt

Mit Wert­ana­lyse können sehr unter­schied­liche Objekte als zen­trale Themen gemein­samer Anstren­gungen unter­sucht und ver­bes­sert werden. Wert­ana­lyse-Objekte können u.a. sein:

  • phy­si­sche Pro­dukte,

  • Kom­po­nenten und Bau­gruppen,

  • Pro­zesse und Abläufe,

  • Dienst­leis­tungen und Arbeits­schritte,

  • Kon­zepte und Kam­pa­gnen.

Die Wert­ana­lyse funk­tio­niert sowohl bei der Kon­zep­tion und Ent­wick­lung eines Wert­ana­lyse-Objektes als auch bei seiner Über­ar­bei­tung und Wei­ter­ent­wick­lung. Die dabei ange­peilte Wert­stei­ge­rung durch Sen­kung der Kosten und/​oder Erhö­hung der Funk­ti­ons­er­fül­lung wird durch struk­tu­riertes und metho­den­ori­en­tiertes Vor­gehen erreicht.

Dieses ist in den Normen DIN 69910 und ÖNORM A 6750 bis 6757 beschrieben. die als heu­ris­ti­sche Methode zwar das Finden der opti­malen Lösung nicht garan­tiert, aber die Wahr­schein­lich­keit, ihr nahe­zu­kommen, wesent­lich erhöht. Hiebei werden wäh­rend des gesamten Wert­ana­lyse-Pro­zesses in den ein­zelnen Grund- und Teil­schritten die krea­tiven Fähig­keiten und Erfah­rungen aller daran Betei­ligten genutzt und erwei­tert.

Eine bestimmte Wert­stei­ge­rung kann durch ver­schie­dene Kom­bi­na­tionen von Ände­rungen des Nut­zens und des Auf­wandes erzielt werden. Ziel­vor­gaben der Unter­neh­mens­lei­tung, Ein­flüsse aus dem Wert­ana­lyse-Umfeld und Erkennt­nisse aus der Wert­ana­lyse-Arbeit legen fest, durch welche Nut­zen­/Auf­wand-Kom­bi­na­tion die Wert­stei­ge­rung erreicht werden soll.

Die Wert­ana­lyse ist somit – ent­gegen der weit­ver­brei­teten Ansicht – weit mehr als ein Ratio­na­li­sie­rungs­in­stru­ment zur aus­schließ­li­chen Kos­ten­sen­kung. Viel­mehr ist sie eine bewährte Methode für das rasche und wir­kungs­volle Erkennen und Lösen von Pro­blemen unter­schied­li­cher Art und Kom­ple­xität.

Was beeinflußt den Erfolg der Wertanalyse?

Erfah­rungen aus der Praxis und eine empi­ri­sche Unter­su­chung im Rahmen einer Dis­ser­ta­tion haben gezeigt, daß ein dau­er­hafter Erfolg bei Ein­satz der Wert­ana­lyse nur gesi­chert ist, wenn die 3‑M-Erfolgs­fak­toren ernst genommen und berück­sich­tigt werden.