Funktionenziele

Funktionenziele bestimmen, was bei Produkten und Prozessen im Rahmen eines Wertanalyse-Projektes neu gestaltet werden muss. Nachdem Funktionen erkannt, beschrieben und geglie­dert worden sind gilt es, wei­tere Erkenntnisse abzu­leiten und Entscheidungen zu treffen. Dies betrifft Aspekte wie Bedeutung und Attraktivität für Kunden und Nutzer, Potentiale zur Verbesserung, Schwächen als Ansatzpunkte zur Beseitigung und anderes mehr.

Letztendlich ist ein funk­tio­nales Zielsystem zu beschreiben.

Das funktionale Zielsystem

Dieses beschreibt klar und über­prüfbar, welche Funktionen bei­be­halten, modi­fi­ziert, neu geschaffen, redu­ziert oder eli­mi­niert werden müssen. Detailliert wird dies durch inhalt­liche Ergänzungen und Parametern zur Überprüfung der Zielerreichung.

Funktionenziele festlegen

Orientiert an den Projektzielen und den wäh­rend der Projektarbeit zusätz­lich gewon­nenen Erkenntnissen werden jene Funktionen bestimmt, bei denen Handlungsbedarf erkannt wird.

  • Funktion, die nach wie vor wichtig sein wird, jedoch einen mise­ra­blen Funktionserfüllungsgrad auf­weist.
    Zielrichtung: Wirkprinzip und Qualität grund­sätz­lich reflek­tieren und neu gestalten.

  • Funktion, die anfor­de­rungs­ge­recht erfüllt wird, jedoch zu nicht mehr akzep­ta­blen Kosten.
    Zielrichtung: Funktion kos­ten­fo­kus­siert durchaus auch radikal über­ar­beiten.

  • Funktion, die früher viel­leicht not­wendig war, in Zukunft aber keine Bedeutung mehr haben wird.
    Zielrichtung: kon­se­quente Elimination der Funktion ohne Störung oder Schwächung des übrigen Wirksystems.

  • Funktion, die neu geschaffen und inte­griert werden muss.
    Zielrichtung: kreativ und mutig auch inno­va­tive Realisierungsansätze ent­wi­ckeln und aus­ar­beiten.

Zielgrößen

Das sind in den meisten Fällen Kennzahlen und phy­si­ka­li­sche Größen. Sie erleich­tern die inhalt­liche Ausrichtung wäh­rend der gesamten Projektarbeit bis hin zur finalen Prüfung, ob die Ziele erreicht worden sind.

Zielbeispiele

Die Ziele müssen her­aus­for­dernd sein und können für manche anfangs auch als nicht erreichbar scheinen. Ansonsten lohnt sich der Aufwand einer Wertanalyse nicht. Einige Beispiele dazu:

  • Herstellkosten senken
    um 14% bezogen auf die heu­tige Kostenstruktur.

  • Ausschuss redu­zieren
    von der­zeit bis zu 18% auf weniger als 1,5%.

  • Durchlaufzeit redu­zieren
    um min­des­tens 35% bei glei­chen Kosten.

  • Gesamtattraktivität stei­gern
    zur Beibehaltung des Marktanteils von 21%.