Klare Prinzipien der Wertanalyse sichern den Erfolg.

Prinzipien der Wertanalyse
Moderierte Teamarbeit in Kombination mit anderen Methoden führt zu "objektiven Gesamtbildern" - und schöpft die Potentiale der Mitarbeiter und des Unternehmens voll aus.

 

Wertsteigerung statt Abspecken ...

Wertsteigerung durch Wertanalyse
... ist das Ziel der Wertanalyse. Dabei wird unter Wert das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand verstanden.
 
Aus der Sicht des Unternehmens ist Aufwand das, was es zur Herstellung und Betreuung eines Produktes oder einer Dienstleistung aufwenden muß. Sein Nutzen ist der Erlös, den es vom Kunden dafür erhält.
 
Aus der Sicht des Kunden hingegen ist der Nutzen die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse, derentwegen er ein Produkt kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Der Aufwand ist in der Regel der Kaufpreis samt Betriebskosten. Die Wertsteigerung kann daher nicht nur durch Senkung des Aufwandes, sondern auch durch Steigerung des Nutzens erreicht werden.
 
"Erstaunlicherweise" wird bei vielen Wertanalyse-Projekten trotz Senkung der Herstellkosten zugleich der Nutzen gesteigert. Die gründliche Analyse des IST-Zustandes und die Einbeziehung aller wesentlichen Einflüsse sind die Grundlage dafür. Gegenstand einer Wertanalyse können ein bereits bestehendes oder ein neu zu entwickelndes Produkt, ein Konzept, eine Dienstleistung, Organisations- und Produktionsabläufe sein. Die Wertanalyse ist anwendungsneutral. Lediglich die zu erwartenden Ergebnisse entscheiden über den wirtschaftlichen Einsatz der Wertanalyse. 

Funktionen statt Teile ...

... bedeutet, daß nicht die Teile eines Produktes oder die Einzelschritte eines Ablaufes im Mittelpunkt stehen, sondern deren Funktionen - d.h. die gewünschten Wirkungen eines Teiles oder eines Einzelschrittes interessieren mehr als die derzeit gewählte Form der Realisierung.

Niemand möchte einen Kühlschrank an sich haben. Aber jeder möchte seine Lebensmittel frisch halten. Diese Funktion und die Qualität der Funktionserfüllung interessieren den Kunden - und nicht die Bestandteile des Kühlschranks oder ein technisches Detail.

Diese simple, aber treffende Beschreibung von Larry D. Miles, dem "Vater der Wertanalyse", verdeutlicht, was gemeint ist. Konsequent funktionale Betrachtung unterstützt das geistige Sich-Lösen von einer bestehenden Ausführung. Denksperren und -grenzen fallen und eröffnen den Freiraum für neue, bisher nicht in Betracht gezogene Ideen und Lösungsansätze. Anforderungen des Kunden, das Umfeld und Anforderungen des Produzenten bilden den Rahmen, innerhalb dessen die brauchbaren Varianten ausgesucht werden.

Nichts wird als gegeben und unveränderlich angenommen. Es geht um Fragen wie:

Es geht um den "Blick hinter die Kulissen", um Ursachenanalyse und die Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Lösungen anstelle von Symptombekämpfung. 

Teamarbeit statt Einzelarbeit ...

... ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wertanalyse-Projekt. Mitarbeiter einzelner Fachbereiche bearbeiten die Aufgabe nicht zeitlich nacheinander, sondern "gemeinsam an einem Tisch". Dadurch werden Sackgassen frühzeitig erkannt oder gar vermieden. Informationen werden ausgetauscht. Der Wissensstand aller Teammitglieder wächst und Zusammenhänge werden klar. Besseres Verständnis von Zusammenhängen und mehr Hintergrundwissen erleichtern die täglichen Arbeit und fördern zugleich gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung. 

Ganzheitliche Lösungen statt Insellösungen ...

... entstehen durch bereichsübergreifende Projektarbeit. Sie fördert die gesamtunternehmerische Sicht und erschwert die Auswahl und Umsetzung von "Insellösungen". Wenn Mitarbeiter aus allen relevanten Bereichen bei der IST-Analyse mitwirken, die Zusammenhänge kennenlernen und mögliche Auswirkungen einzelner Lösungsvorschläge gemeinsam besprechen, sinkt das Risiko, Wichtiges zu übersehen oder von Einzelinteressen geprägte Vorschläge "unbemerkt durchzubringen".

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